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Dominikanische Republik

Rund 230.000 Deutsche machen Jahr für Jahr Urlaub in der Dominikanischen Republik. Insbesondere Sonnenhungrige und junge Fun- und Action-Urlauber lieben die Karibikinsel wegen ihrer weißen Palmenstrände, dem türkisblauen Wasser und der Schönwettergarantie. Gleichzeitig steht die Insel in der Kritik vieler Umwelt- und Entwicklungsorganisationen. Durch den Preiskampf einiger deutscher Veranstalter wurde die "DomRep" Ende der 90er Jahre zum Billigreiseziel. Zahlreiche Urlauber verbrachten nun ihre Ferien nicht mehr am Mittelmeer, sondern in der Karibik. Die Folge: Statt 2000 Kilometer legte jeder Tourist nun für die Anreise 8000 Kilometer mit dem Flugzeug zurück, die Treibhausgasemissionen stiegen grob auf das Vierfache.
Die Dominikanische Republik ist wie kaum ein anderes Land auf die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr angewiesen. Eine nachhaltige Entwicklung im Land wird also nur mit dem Tourismus gelingen. Wichtiger Ansatzpunkt ist die Zielgruppe der Natur- und Outdoor-Urlauber. Sie reisen typischerweise nach Kuba oder Costa Rica, die meisten wissen nicht, dass die Dominikanische Republik mit ihren über 30 Nationalparks, dem höchsten Gebirge der Karibik und den Kulturgütern aus der Kolonialzeit ideale Bedingungen für erlebnisreiche Ferien vor exotischer Naturkulisse bieten.
Ziel einer nachhaltigen Marketingstrategie für die Dominikanische Republik ist daher, Natur- und Outdoor-Urlauber für das Land zu begeistern. Damit bleibt deren Urlaub zwar eine Fernreise und es werden keine Treibhausgasemissionen bei An- und Abreise vermieden - allerdings lockt eine solche Strategie qualitätsbewusste Touristen mit großem Interesse für Umwelt, Land und Leute. Da für diese Zielgruppe eine intakte Natur und abwechslungsreiche Kultur unverzichtbare Bestandteile eines gelungenen Urlaubs sind, trägt sie mittel- und langfristig zum Erhalt der Natur- und Kulturschätze des Landes bei. Ihr Interesse an Ausflügen und Rundreisen führt sie auch in Gebiete jenseits der Strandareale, was die wirtschaftliche Entwicklung in Regionen abseits der Tourismuszentren fördert und mehr Einheimische am Fremdenverkehr partizipieren lässt.

Die neuen Reisenangebote

Reisen, bei denen Touristen ihre Hotelanlage während des gesamten Urlaubs nicht verlassen, entsprechen nicht den Vorstellungen von Natur- und Outdoor-Urlaubern. Aus diesem Grund haben die INVENT-Partner in Kooperation mit LTU Touristik maßgeschneiderte Angebote entwickelt. Sie integrierten dabei bestehende Reisebausteine der LTU-Marke JAHN REISEN, die den Wünschen und Erwartungen der Zielgruppe entgegenkommen, insbesondere Hotels in unterschiedlichen Regionen der Dominikanischen Republik, die bereits heute gehobene Umwelt- und Sozialstandards erfüllen. Ausgehend von diesen Hotels wurden drei Reiseangebote entwickelt, die vor allem auch zu den Natur-Highlights der Insel führen: eine zweiwöchige Entdeckerreise, bei der sich Tagesausflüge und Ruhetage abwechseln, eine einwöchige Rundreise mit einer anschließenden Woche Badeurlaub und eine zweiwöchige Rundreise durch das ganze Land.

Beim ersten Test dieser Angebote in Gruppendiskussionen wurden alle drei von potentiellen Kunden positiv aufgenommen. Favorit war die zweiwöchige Entdeckerreise, die JAHN REISEN für die Wintersaison 2006/2007 in ihre Programmplanung aufgenommen hat (siehe nebenstehenden Kasten).


IM DETAIL:

Eine Beschreibung der Zielgruppe "Natur- und Outdoor-Urlauber" findet sich in der Rubrik "Zielgruppenmodell".
Die Aktivitäten und Planungen der LTU Touristik GmbH wurden auf der INVENT-Konferenz "Beyond the Eco-Niche: Mainstreaming Sustainable Tourism" am 27. und 28. September 2005 in Brüssel vorgestellt. Die Präsentation von Andreas Müseler, Umweltschutzbeauftragter der LTU Touristik, steht als pdf-Download zur Verfügung.

Präsentation LTU (pdf-Download; 1.173 kB)